Sascha Manke

Werk: Geschichten, die ich erzähle

Neben der Arbeit erzähle ich Geschichten. Ein Kurzfilm, ein Kino-Drehbuch, eine Kurzgeschichte. Drei sehr verschiedene Formen, die alle um dieselbe Frage kreisen: Was passiert mit Menschen, die niemand hört.

Kurzfilm

Corona Loneliness

Einsamkeit in der Pandemie

Ein Kurzfilm über das Alleinsein in der Pandemie. Während öffentlich über Inzidenzen, Verordnungen und Öffnungsschritte gesprochen wurde, lief daneben eine zweite Geschichte, die kaum vorkam: Menschen, die von einem Tag auf den anderen niemanden mehr hatten, der zuhört. Mich hat daran interessiert, wie schnell aus einem Zustand, den man noch erklären kann, einer wird, für den die Worte fehlen. Der Film löst das nicht auf, er hält es aus.

  • Kurzfilm
  • Pandemie
  • Einsamkeit
coronaloneliness.de
Drehbuch

The Power of Grayskull

Kino-Drehbuch, Fan-Projekt

Ein abendfüllendes Kino-Drehbuch im Universum der Masters of the Universe: 101 Szenen, drei Akte, Arbeitsfassung von 2023. Der dramaturgische Einfall ist, dass es He-Man zu Beginn noch gar nicht gibt. Das Schwert der Macht liegt schon im ersten Akt beim Gegner, und She-Ra wird zuerst geboren, lange bevor der Held auftaucht, auf den alle warten. Der dritte Akt ist noch nicht zu Ende geschrieben.

  • Spielfilmlänge
  • 101 Szenen
  • Fan-Fiction
Kurzgeschichte

Die letzte Fahrt

Frankfurt, eine Heimfahrt

Eine Familie fährt an einem Aprilnachmittag mit der U-Bahn vom Zoo nach Hause. Industriehof, Fischstein, Heerstraße. An jeder Station gibt es draußen etwas wiederzuerkennen: die Kleingärten der Eltern, die Schwimmbäder der Jugend, die Tankstelle, die schon oft der letzte offene Ort des Abends war. Nur ist von all dem nichts mehr übrig. Die Geschichte bleibt die ganze Fahrt über beim Erzähler am Fenster. Sie erklärt nichts und kommentiert nichts.

  • Arbeitsfassung
  • rund 1.300 Wörter
  • Frankfurt

Was diese drei verbindet

In allen drei Stoffen sitzt jemand am Rand und bekommt keine Antwort. Der Mensch, der in der Pandemie allein bleibt. Die Figur, deren Held noch nicht existiert. Der Erzähler, der aus dem Fenster sieht und nicht begreift, was er sieht. Das ist derselbe rote Faden, der auch meine Arbeit trägt: Zugang schaffen, verstehen und verstanden werden.